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letzte Aktualisierung: 15.10.2018 16:53
  • Hooligan-Opfer Nivel erhält Bundeverdienstkreuz

    Der 1998 bei der WM in Frankreich von deutschen Hooligans lebensgefährlich verletzte Gendarm Daniel Nivel erhält das Bundesverdienstkreuz.

    Der 63-Jährige, der seit dem Angriff schwer behindert ist, wird die Auszeichnung vor dem Nations-League-Spiel der deutschen Nationalmannschaft beim Weltmeister in St. Denis am Dienstag (Nations League: Frankreich - Deutschland am Dienstag ab 20.45 Uhr im LIVETICKER)  in der Residenz des deutschen Botschafters erhalten. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit.

    Beim Vorrundenspiel der DFB-Elf am 21. Juni 1998 gegen Jugoslawien (2:2) war es zu schweren Ausschreitungen durch Hunderte deutsche Krawallmacher gekommen ("Die Schande von Lens").

    Nivel erleidet schwere Verletzungen

    Polizist Nivel wurde dabei schwer verletzt und lag mehrere Wochen im Koma. Er trug irreparable Hirnschäden davon und ist einseitig gelähmt sowie auf einem Auge blind. Sechs Hooligans wurden zu mehrjährigen Haftstraßen verurteilt.

    Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl nannte die Täter eine "Schande für unser Land". Die deutsche Bevölkerung half mit Spenden, der DFB gründete die Daniel-Nivel-Stiftung, die sich bis heute unter anderem um Gewaltprävention kümmert. Mehrmals war Nivel auf Einladung DFB-Gast bei Fußballspielen, auch bei der EM vor zwei Jahren in Frankreich.

    "Das Schicksal von Daniel Nivel mahnt uns, dass wir jeglicher Form von Gewalt in und außerhalb der Stadien die Rote Karte zeigen müssen", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel kürzlich

  • LIVE: Ablösung? Das entgegnet Neuer Matthäus

    Die deutsche Nationalmannschaft trifft in der Nations League auf Weltmeister Frankreich.

    Nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Spielen sind Team und Trainer Joachim Löw zunehmend in die Kritik geraten. In der Pressekonferenz vor dem Duell in Paris am Dienstag (Nations League: Frankreich - Deutschland, ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) stellt sich der Bundestrainer auf der offiziellen Pressekonferenz den Fragen der Presse.

    Ihm zur Seite steht Torwart und Kapitän Manuel Neuer, der selbst in der letzten Zeit nicht mehr konstant zu überzeugen wusste. Wie will die DFB-Auswahl im Stade de France die Kehrtwende einleiten?

    Die Pressekonferenz im SPORT1-Ticker:

    +++ "Mit Spiel auseinandergesetzt" +++

    "Natürlich haben wir uns mit dem Spiel und dem Ergebnis auseinandergesetzt. Wir kennen den Ernst der Lage. Wir haben einen guten Zusammenhalt. Wir sprechen nicht nur in den Analysen über den Fußball, sondern zum Beispiel auch, wenn wir gemeinsam am Tisch sitzen", sagt Neuer, bittet im gleichen Atemzug um Verständnis: "Wir sollten nicht außer acht lassen, dass wir gegen namhafte Gegner gespielt haben."

    +++ "Nichts verharmlost" +++

    "Ich weiß nicht, ob ich etwas verharmlost habe. Am Ende stand gegen Holland ein 0:3, das ist uns allen bewusst. Das Problem war, dass wir uns für unseren Aufwand in den ersten 30 Minuten nicht belohnen konnten", sagt Neuer: "Natürlich war es in den letzten Minuten keine kompakte Defensivleistung mehr. Hinzu kommt noch der ein oder andere individuelle Fehler."

    +++ "Bin zufrieden mit meinem Spiel"+++

    "Grundsätzlich habe ich beim ersten Tor zuletzt nicht ganz gut ausgesehen. Aber es war auch eine Schussflanke und wenn wir die Kopfballduelle gewinnen, sieht es anders aus. Grundsätzlich bin ich bis auf diese Szene ganz zufrieden mit meinem Spiel. Ich bin auch topfit", sagt Neuer und entgegnet damit Meinungen einiger Experten, dass der Kapitän im Tor abgelöst werden sollte: "Ich bin von meinem Stellungsspiel her nicht der Typ für Showeinlagen. Mir hat auch ab und zu das Spielglück gefehlt."

    +++ Neuer macht den Anfang +++

    "Im Hinspiel war es ganz anständig. Wir wollen die drei Punkte", sagt Neuer und zieht Hoffnung aus dem 0:0 im Heimspiel

    +++ PK verzögert sich +++

    Noch lassen Löw und Neuer auf sich warten. Angeblich steckte die DFB-Delegation im STau.

    +++ DFB-Team landet in Paris +++

    Um 11.55 Uhr landete die Maschine mit der deutschen Nationalmannschaft in Paris.  

    +++ DFB gratuliert Mesut Özil +++

    Mesut Özil feiert am heutigen Montag seinen 30. Geburtstag. Trotz der unschönen Umstände beim Abschieds des Arsenal-Stars lässt sich der DFB nicht lumpen und gratuliert dem Weltmeister von 2014 artig via Twitter.

  • Prügelei: Türkei-Star droht lange Haftstrafe

    Dem türkischen Star Arda Turan droht in seiner Heimat eine langjährige Haftstrafe und damit das vorzeitige Ende seiner Karriere.

    Nach einer Schlägerei mit dem türkischen Schlagerstar Berkay Sahin in der Vorwoche vor einem Nachtklub in Istanbul erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den vom FC Barcelona an den Istanbuler Spitzenverein Basaksehir ausgeliehenen Mittelfeldspieler wegen sexueller Belästigung, unerlaubten Waffenbesitzes und vorsätzlicher Körperverletzung. Die Ermittlungsbehörde forderte zwölfeinhalb Jahre Gefängnis für den 31-Jährigen.

    Arda Turan und Sahin waren vergangene Woche vor dem Klub handgreiflich aneinandergeraten. Bei der Prügelei erlitt Sahin einen Nasenbeinbruch. Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind bislang nicht bekannt.

    Arda Turan war im Zuge der Ermittlungen vor der Polizei vorgeladen und Medienberichten zufolge mehr als drei Stunden vernommen worden. 

  • BVB testet in Kult-Stadion gegen Aachen

    Die glorreichen Zeiten auf dem Aachener Tivoli sind längst vorbei. Nach turbulenten Jahren und drei Abstiegen seit 2007 ist der ehemalige Erstligist inzwischen in der Regionalliga West angelangt.

    Am Montag weht dennoch wieder etwas Bundesliga-Luft durch das Stadion der Alemannia, wenn es ab 18.30 Uhr zum Duell mit Borussia Dortmund kommt. Dabei muss BVB-Trainer Lucien Favre allerdings auf eine Vielzahl von potentiellen Stammspielern verzichten.

    Gleich elf Profis sind aktuell auf Länderspielreise: Manuel Akanji (Schweiz), Paco Alcacer (Spanien), Thomas Delaney (Dänemark), Achraf Hakimi (Marokko), Jadon Sancho (England), Axel Witsel (Belgien), Jacob Bruun Larsen (Dänemark U21), Abou Diallo (Frankreich U21), Alexander Isak (Schweden U21), Dan-Axel Zagadou (Frankreich U20) und Sergio Gomez (Spanien U19).

    Aachen freut sich auf Duell mit dem BVB

    Ebenfalls nicht dabei sein dürfte Marco Reus, der sich nach seiner verletzungsbedingten Abreise von der Nationalmannschaft noch in medizinischer Behandlung befindet.

    Die Vorfreude auf Seiten der Gastgeber ist davon ungetrübt. "Der BVB gehört mit seinen Fans, seiner Historie und dem Fußball, den er bietet, zu einem der Aushängeschilder der Bundesliga. Wir freuen uns, dass Borussia Dortmund die Länderspielpause nun nutzt, um gegen unsere Mannschaft anzutreten", kommentierte Alemannia Aachens Geschäftsführer Martin vom Hofe die Zusage des Bundesligisten.

    So können Sie BVB - Aachen LIVE verfolgen:

    Das Spiel zwischen Borussia Dortmund und Alemannia Aachen ist weder im Free-TV, noch im Pay-TV zu sehen. Der BVB wird die Partie jedoch im gratis Live-Stream auf tv.bvb anbieten.

  • Löw sieht die Partie in Frankreich als Charakterprüfung

    Auto-Fan Joachim Löw hatte für den mit Graffiti verzierten Oldtimer im Eingangsbereich des Hotels Molitor keinen Blick. Der massiv unter Druck stehende Bundestrainer eilte nach der Ankunft in der noblen Fünf-Sterne-Unterkunft am Rande des Bois de Boulogne in Paris auf sein Zimmer, seine Vorliebe für alte Wagen musste angesichts der prekären Lage vor dem Nations-League-Spiel bei Weltmeister Frankreich am Dienstag (Nations League: Frankreich - Deutschland am Dienstag ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) hintanstehen.

    Nations League: DFB-Team droht Abstieg

    Dem viermaligen Weltmeister droht der Sturz in die europäische Zweitklassigkeit und Löw in der Stadt der Liebe die Trennung vom DFB. "Jetzt müssen wir zeigen, dass wir den Charakter haben, den Abstieg zu verhindern", sagte Löw, der beim Ausstieg aus dem Teambus trotzdem kurz lächelte.

    Die Lage ist aber ernst: Bei einer weiteren Niederlage drei Tage nach dem Abgesang von Amsterdam beim Erzrivalen Niederlande (0:3) hätte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den Klassenerhalt in der Nations League nicht mehr in der eigenen Hand. Nach dem WM-Debakel wäre es ein weiterer großer Imageschaden für das Aushängeschild des Verbandes.

    DFB-Präsident Grindel fordert Geschlossenheit

    Präsident Reinhard Grindel rief vor dem Schlüsselspiel im Stade de France daher zu Geschlossenheit auf. "Dass der Weg unserer Mannschaft nach der WM auch Rückschläge mit sich bringen kann, war uns allen klar. Umso wichtiger ist es, jetzt gemeinsam als ein Team zusammenzustehen", sagte Grindel. Ein klares Bekenntnis zu Löw, dessen Vertrag im Mai bis 2022 verlängert wurde, vermied der DFB-Boss.

    Bei einem weiteren Auftritt wie in der Johan-Cruyff-Arena wird die Luft für den 58-Jährigen ganz dünn. Er müsse aber "ausblenden, was in der Öffentlichkeit diskutiert und debattiert wird", so Löw, der bei der Ankunft in der französischen Hauptstadt um 12.50 Uhr im strahlenden Sonnenschein einen schwarzes T-Shirt und einen schwarzen Schal trug.

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    Im Hotel Molitor, vor dessen Eingang zwei Polizisten mit Maschinengewehren standen, wohnte der DFB-Tross schon vor drei Jahren, als am Rande des Länderspiels in Paris die blutigen Terroranschläge verübt wurden. Die Attentate von 2015 waren in der Mannschaft aber kein großes Thema, schließlich spielte man schon während der EM 2016 wieder in St. Denis.

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    DFB-Team in Frankreich unter Druck

    Besiegelt Frankreich Löws Aus?

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    Setzt Löw gegen Frankreich auf Leroy Sane?

    Löws Personalentscheidungen wurden da schon eher diskutiert. Für den verletzt abgereisten Jerome Boateng dürfte sein Münchner Teamkollege Niklas Süle in die Startelf rücken. Zudem drängen Leroy Sane, Julian Draxler und Julian Brandt ins Team. Dem formschwachen Thomas Müller droht die Bank.

    "Man hat die Qualität von Leroy Sane gesehen, dass er ein absoluter Unterschiedsspieler sein kann und dass uns sein Tempo absolut gut tut", sagte Joshua Kimmich und forcierte damit Spekulationen über ein Aufbegehren der Jungen gegen die Alten.

    Die Hauptkritik an Löw lautet, dass er weiter in einer Nibelungentreue auf eine Achse bestehend aus den Weltmeistern von 2014 setzt. Der nach dem WM-Debakel ausgerufene Neuanfang ist bisher nur ein Umbruch light.

    Ausgerechnet jetzt geht es gegen den vor Selbstbewusstsein strotzenden Weltmeister mit seinen Stars Kylian Mbappe und Antoine Griezmann. "Wir müssen uns schütteln, uns aufrichten, die Köpfe wieder hochnehmen. Es gibt keine andere Option", sagte Toni Kroos. Der zuletzt schwächelnde Kapitän Manuel Neuer forderte: "Es hilft uns nicht, im Negativen rumzudümpeln, wir müssen nach vorne schauen. Wir versuchen geschlossen aufzutreten und zusammen aus dieser negativen Phase rauskommen."

    Neben einer stabilen Abwehr sind dafür auch Tore zwingend erforderlich. In den vergangenen zwölf Länderspielen erzielte das DFB-Team lediglich zehn Treffer. Im Sturm herrscht Flaute. "Irgendwann müssen wir jetzt endlich einmal eine Lösung finden. Wir spielen den Ball immer hin und her bis wir einen Konter kassieren. So können wir nicht weitermachen", sagte der für Paris St. Germain spielende Draxler.

    Gegen Frankreich könnte der DFB einen Negativ-Rekord aufstellen

    Neben dem Abstieg könnte die Nationalmannschaft einen Negativrekord aufstellen. Sechs Niederlagen in einem Länderspieljahr gab es noch nie. Bisher hat die DFB-Auswahl 2018 gegen Brasilien, Österreich, Mexiko, Südkorea und die Niederlande verloren. "Frankreich ist noch stärker als Holland, das steht fest. Sie sind aktueller Weltmeister, spielen zu Hause, haben richtig Bock, gegen uns zu zocken", sagte Draxler.

    Mats Hummels forderte dennoch einen "Sieg". Alles andere sei "zu wenig für uns". Gegen den Hochgeschwindigkeits-Fußball der Franzosen kommt es für Hummels darauf an, "nicht in Rückstand zu geraten. Sonst können sie ihren Konter-Fußball mit ihren Mopeds vorne noch besser ausspielen."

    Die voraussichtliche deutsche Mannschaftsaufstellung: Neuer - Ginter, Süle, Hummels, Schulz - Kimmich - Kroos, Rudy - Draxler, Werner, Sane

  • Almirola bei Stewart/Haas-Gala obenauf

    Das 1000Bulbs.com 500 auf dem Talladega Superspeedway erinnerte am Sonntag über weite Strecken eher an einen Werbefilm von Stewart-Haas Racing als an ein echtes NASCAR-Rennen, in dem auch Gegner mitfuhren. Nach absoluter Dominanz der ersten beiden Rennsegmente (Stages) hatten die vier Piloten des Teams von Tony Stewart und Gene Haas auch in der Schlussphase alle Trümpfe in der Hand und fuhren einem Vierfacherfolg entgegen.

    Doch eine späte Gelbphase drei Runden vor dem geplanten Ende und eine daraus resultierende Verlängerung (Overtime) machte dem Rundum-Erfolg einen Strich durch die Rechnung. Einer aus dem Quartett behielt dennoch die Oberhand und siegte - allerdings nicht zuletzt deshalb, weil einem anderen auf den letzten Metern der Sprit ausging.

    Kurt Busch war der Unglücksrabe, der in Kurve 3 der letzten Runde noch führte, dann aber aber nach 108 Führungsrunden doch nicht gewann und somit weiter auf seinen ersten Talladega-Sieg wartet. Aric Almirola zog durch und siegte nach wenigen Führungsmetern mit dem vermeintlich letzten Tropfen Sprit im Tank. Clint Bowyer wurde Zweiter. Busch blieb derweil nur Platz 14. Dem beim Overtime-Restart mit Notstopp zum Tanken gefahrenen Kevin Harvick blieb gar nur Platz 28.

    "Unser Team war in diesem Rennen unglaublich organisiert. Vielen Dank an Stewart/Haas Racing und die Motorenabteilung von Roush Yates Engines", so die ersten Worte von Almirola nach dem zweiten Sieg seiner Karriere in der höchsten NASCAR-Liga und seinem ersten in Diensten von Stewart/Haas. Seinen Premierensieg hatte er im Juli 2014 in Daytona für Richard Petty Motorsports eingefahren. Nun ist der überzeugende Nachfolger der überforderten Danica Patrick mit dem Talladega-Sieg als erster Stewart/Haas-Pilot in die "Round of 8" der Playoffs 2018 eingezogen.

    Stage 1/2: Busch und Harvick vorn

    Polesitter Kurt Busch führte nach Qualifying-Dominanz das Quartett von vier Stewart/Haas-Ford auf die Reise. Nach einer ersten Gelbphase für einen harmlosen Dreher von Jeffrey Earnhardt (Gaunt-Toyota) und der dabei eingelegten ersten Boxenstopp-Sequenz machten nicht nur die vier Stewart/Haas-Piloten Kurt Busch, Clint Bowyer, Kevin Harvick und Aric Almirola, sondern mit ihnen auch die drei im Mittelfeld gestarteten Penske-Piloten Joey Logano, Brad Keselowski und Ryan Blaney das Tempo.

    Wie an einer Perlenschnur umkreisten somit nicht weniger als sieben Ford Fusion das mit 2,66 Meilen längste Oval im NASCAR-Kalender. Der einzige Nicht-Ford-Fahrer, der den Windschatten und damit den Anschluss halten konnte, war Dover-Sieger Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet). Keselowski allerdings musste vor Ende von Stage 1 außerplanmäßig an die Box, weil es am #2 Penske-Ford eine Vibration am linken Hinterrad gab. Damit hatte das Stewart/Haas-Quartett etwas Luft auf das Trio Logano/Blaney/Elliott, während Keselowski fortan mit Rundenrückstand unterwegs war.

    Bis nach 55 Runden erstmals die Stage-Flagge gezeigt wurde, hatten sich die vier Stewart/Haas-Piloten auch vom nachfolgenden Trio gelöst. Kurt Busch, der alle 55 Runden anführte, gewann Stage 1 vor Bowyer, Harvick und Almirola - die erste eindrucksvolle Vorstellung des Teams von Tony Stewart und Gene Haas.

    Beim Boxenstopp in der Gelbphase beim Übergang zu Stage 2 übernahm erstmals ein Fahrer die Führung, der nicht für Stewart-Haas Racing fährt: Ryan Blaney wurde von seiner Penske-Crew am schnellsten abgefertigt. Beim Restart diktierte Blaney das Tempo vor Clint Bowyer. Indes musste sich Chase Elliott am Ende der Führungsrunde einreihen, weil er an der Box war, als die Boxengasse geschlossen war. Aufgrund seines Dover-Sieges vor einer Woche, mit dem er den Einzug in die "Round of 8" der Playoffs vorzeitig fixiert hat, konnte Elliott den Rückschlag aber verschmerzen.

    Apropos Hendrick: Elliotts Teamkollege Jimmie Johnson verlor eine Runde nach dem Restart auf Höhe Start/Ziel seinen #48 Hendrick-Chevy aus der Kontrolle und schlug an der inneren Streckenbegrenzung an. Die sieglose Serie des siebenfachen NASCAR-Champions setzte sich somit auch beim 31. Saisonrennen fort. Am Ende wurde es für Johnson aber sogar noch Platz sieben.

    Nach Boxenstopp, der von allen nur zum Nachtanken genutzt wurde, führte Kevin Harvick vor Gibbs-Pilot Kyle Busch, der kurzzeitig die äußere Spur anführte, während das Stewart/Haas-Quartett das Tempo auf der Innenspur diktierte. Wenig später aber fiel Busch zurück, weil der Frontsplitter an seinem #18 Gibbs-Toyota zu stark auf dem Asphalt schleifte. Martin Truex jun. (Furniture-Row-Toyota) kämpfte ebenfalls mit diesem Problem.

    Sieben Runde vor Ende von Stage 2 die nächste Gelbphase und diesmal erwischte es einen Playoff-Teilnehmer: Kyle Larson (Ganassi-Chevrolet) drehte sich auf der Gegengerade mitten im Feld. Ursache war ein Reifenschaden hinten links. Doch Larson hatte den Umständen entsprechend noch Glück. Sowohl eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug als auch ein Einschlag in die Streckenbegrenzung blieben aus. Einzig der rechte Vorderreifen, der erst bei der Vollbremsung platzte, durchschlug den Kotflügel.

    Den Sprint über wenige Runden bis zur zweiten Stage-Flagge entschied Harvick vor seinen Teamkollegen Clint Bowyer, Kurt Busch und Aric Almirola für sich. Dabei lagen auch bei Ende des zweiten Rennsegments alle vier Stewart/Haas-Ford geschlossen vorn - die zweite eindrucksvolle Vorstellung der Truppe aus Kannapolis.

    Stage 3: Späte Hendrick-Gelbphase sorgt für Verlängerung

    Das entscheidende Rennsegment war auf 78 Runden angesetzt, sollte aber letztlich 83 Runden dauern. Zu Beginn lagen Brad Keselowski und William Byron (Hendrick-Chevrolet) vorn, weil sie wie einige andere nicht in der Gelbphase nach Stage 2, sondern kurz vor dieser an der Box gewesen waren. Während sich Jamie McMurray (Ganassi-Chevrolet) eine Strafe für Blocken nach dem Restart einfing, fand sich das dominante Stewart/Haas-Quartett aufgrund der Boxenstopps im Mittelfeld wieder. Das Racing war nun deutlich munterer als zuvor. Von Fahren wie an einer Perlenschnur war in dieser Phase des Rennens nichts zu sehen. Stattdessen wurde zu dritt und teilweise sogar zu viert nebeneinander um die Positionen gefightet.

    Die letzten 50 Runden wurden eingeläutet mit einem Dreher von McMurray bei Start/Ziel. Ursache war genau wie bei Ganassi-Teamkollege Kyle Larson wenige Runden zuvor ein Reifenschaden hinten links. McMurray drehte sich ins Gras und blieb dort stecken. Andere Fahrer waren genau wie im Falle von Larsons Dreher nicht involviert. Die Spitze ließ unter Gelb überwiegend zwei Reifen wechseln und Sprit nachfüllen, aber es war klar, dass diese Tankfüllung unter Grün nicht bis zum Rennende reichen würde.

    Beim Restart gab Kurt Busch das Tempo vor und sofort formierte sich wieder der komplette D-Zug von Stewart/Haas auf der Innenbahn. Auf der Außenbahn konnte das von Brad Keselowski angeführte Penske-Trio nur staunen, wie es abgehängt wurde. Noch waren aber mehr als 40 Runden zu fahren. Als sich 30 Runden vor Schluss beim Boxenstopp von D.J. Kennington (Premium-Chevrolet) ein Rad selbständig machte und ins Gras rollte, kam die für die Spitze wie gerufene Gelbphase. Im Mittelfeld kam einige Piloten an die Box. Die Spitze aber blieb draußen und hoffte, unter Gelb genügend Sprit sparen zu können, um es bis ins Ziel zu schaffen, sollte es fortan Grün bleiben. Dem sollte freilich nicht so sein.

    Auch direkt nach diesem Restart formierte sich auf der Innenbahn das Stewart/Haas-Quartett, obwohl man in den Top 4 und somit von den vorderen beiden Positionen beider Reihen Aufstellung nehmen musste. Doch das Teamwork klappte einmal mehr perfekt. Der Konkurrenz, die nach der frühen Strafe nun wieder von Chase Elliott angeführt wurde, blieb einmal mehr nur das staunende Nachsehen.

    Nun war wieder überwiegend Single-File-Racing, also das Fahren in nur einer Spur, angesagt. Aufgrund der Gelbphasen in Stage 3 war die Gruppe an Fahrzeugen aber lange Zeit deutlich größer als es in der Endphase der ersten beiden Rennsegmente der Fall gewesen war. Zehn Runden vor Schluss versuchte sich das Penske-Team auf der Außenbahn zu formieren, um das weiterhin innen ganz vorn liegende Stewart/Haas-Quartett angreifen zu können. Allerdings ging der Penske-Plan nach hinten los. Weil man sich nicht formieren konnte, gelang es den Stewart/Haas-Piloten auch diesmal wieder, sich etwas vom Feld abzusetzen.

    Drei Runden vor Schluss gab es zum Leidwesen von Stewart/Haas doch noch einmal Gelb. In der von Penske angeführten Mittelfeldgruppe, die bereits einige Sekunden hinter den dominanten Top 4 zurücklag, rutschte Playoff-Teilnehmer Alex Bowman (Hendrick-Chevrolet) in die Mauer von Kurve 4, nachdem er ausgerechnet mit seinem Teamkollegen Chase Elliott leicht aneinander geraten war. J.J. Yeley (BK-Ford) konnte nicht ausweichen und rauschte Bowman ins Heck. So ging es in die Verlängerung und das Thema Sprit wurde plötzlich doch wieder eines, auf das es zu achten galt. Auf Boxenstopps wurde in der Spitzengruppe aber verzichtet. Man hoffte, dass es bei einem einzigen Overtime-Anlauf bleiben würde.

    Beim Restart führte Kurt Busch die Außenbahn an, Clint Bowyer lag innen neben ihm. Busch hatte Aric Almirola hinter sich, doch Bowyer war seinen bewährten Hintermann los, weil Kevin Harvick zum Nachtanken an die Box kam. Obwohl es in der letzten Runde im Mittelfeld rund um Kyle Busch krachte, ging es unter Grün in Richtung Karierter Flagge. Bruder Kurt Busch ging in Kurve 4 in Führung liegend der Sprit aus, Almirola kreuzte als Sieger die Ziellinie.

    Clint Bowyer machte schließlich einen Doppelerfolg für Stewart/Haas perfekt, aber mehr wurde es für das dominante Team aufgrund der späten Spritsorgen dann doch nicht. Während Almirola die paar Führungsmeter von Kurve 4 der letzten Runde bis zur Zielline zum Sieg reichten, musste sich Kurt Busch, der 108 der letztlich 193 Runden angeführt hatte, mit Platz 14 begnügen.

    Für Kevin Harvick wurde es gar nur Platz 28. Während er dennoch ein gutes Punktepolster hat, muss Busch am kommenden Wochenende genau wie Bowyer noch etwas tun, um das Weiterkommen in den Playoffs zu schaffen. Doch damit sind die beiden Stewart/Haas-Piloten nicht die einzigen, denn abgesehen von Almirola und Bowyer war Joey Logano auf Platz fünf bei der Zieldurchfahrt der einzige weitere Playoff-Teilnehmer in den Top 10 des Talladega-Ergebnisses.

    Playoffs: Keselowski, Blaney, Larson, Bowman wackeln

    Am unteren Ende der derzeit noch zwölf Namen umfassenden Playoff-Liste finden sich nach der Overtime nun Brad Keselowski, Ryan Blaney sowie Kyle Larson und Alex Bowman ein. Für die beiden genannten Penske-Piloten war die unbequeme Ausgangslage vor dem letzten Rennen der "Round of 12" lange Zeit so nicht absehbar. Doch weil sie beide wie Harvick beim Overtime-Restart tankten und damit auf einen zweiten Overtime-Restart zockten, gab es unterm Strich nur die Plätze 27 für Keselowski und 29 für Blaney. Indes wurde Kyle Busch nach dem Crash in der letzten Runde 26. - drei Plätze hinter Martin Truex jun.

    Für Larson und Bowman war die schwierige Lage zwecks Weiterkommen in den Playoffs schon länger absehbar als für Keselowski und Blaney. Larson, der sich ohnehin nur für den 34. Startplatz qualifiziert hatte, startete gar von ganz hinten, nachdem an seinem Ganassi-Chevrolet zwischen Qualifying und Rennen unerlaubt Hand angelegt worden war. In Stage 1 blieb er punktlos. In Stage 2 gab es aufgrund des Drehers nach Reifenschaden ebenfalls nichts zu holen. Am Ende wurde es sogar noch Platz 11. Bowman holte als Neunter in Stage 1 zwei Bonuspunkte. Nach dem späten Crash sprang am Ende aber nicht mehr als Platz 33 heraus.

    Das letzte Rennen der "Round of 12" in den Playoffs und damit die Entscheidung über den Einzug in die "Round of 8" steigt am kommenden Wochenende. Bislang ist dieser Einzug nur Dover-Sieger Chase Elliott und Talladega-Sieger Aric Almirola sicher. Die anderen zehn Titelkandidaten fahren das Weiterkommen am Sonntag auf dem Kansas Speedway aus. Für Alex Bowman ist dabei der (erste) Sieg fast schon Pflicht.

    © Motorsport-Total.com

  • BBL trauert um FIBA-Präsident Baumann

    Das Schweizer IOC-Mitglied Patrick Baumann ist tot. Der Generalsekretär des Basketball-Weltverbandes FIBA verstarb am Sonntag in Buenos Aires im Alter von 51 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. Das teilten das Internationale Olympische Komitee und die FIBA mit.

    "Das ist ein großer Schock, der uns alle sehr hart trifft. Wir können diese schlimme Nachricht nur schwer begreifen", sagte IOC-Präsident Thomas Bach. "Wir verlieren einen jungen und sympathischen Anführer voller Hoffnung, der für die Zukunft des Sports stand. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau, seinen Kindern und seiner Familie."

    Baumann hatte sich im Rahmen der 3. Olympischen Jugend-Sommerspiele in der argentinischen Hauptstadt aufgehalten.

    BBL-Klubs halten Schweigeminute ab

    Auch die BBL reagierte mit Bestürzung auf den Tod Baumanns. Die BBL wird bei allen Spielen in dieser Woche, also bis einschließlich kommenden Sonntag 21.10.2018, eine Gedenkminute abhalten.

  • Lukaku schwärmt von Juventus

    Romelu Lukaku träumt offenbar von einem Wechsel in die Serie A.

    Nach der Nations-League-Partie von Belgien gegen die Schweiz antwortete der Stürmer von Manchester United auf die Frage von der Gazzetta dello Sport, ob er gerne in Italien spielen würde: "Klar, warum nicht? Ich hoffe es."

    Besonders Juventus Turin hat es dem 25-Jährigen Belgier angetan. Die Bianconieri hätten ein tolles Projekt am Laufen. "Sie wollen jedes Jahr stärker werden", erklärte Lukaku. Juventus ist in der Champions League Gruppengegner von United. Die Italiener liegen vor den Engländern auf Rang eins der Gruppe H.

    Romelu Lukaku: "Ich liebe Douglas Costa"

    Doch nicht nur Superstar Cristiano Ronaldo ist der Grund für Lukakus Schwärmerei. "Cristiano ist natürlich der beste Spieler, aber schaut auch auf die anderen", sagte Lukaku. Paolo Dybala werde immer stärker. Auch ein Ex-Bayern-Star bekommt von Lukaku ein Sonderlob: "Ich liebe Douglas Costa".

    Für einen Wechsel nach Italien spräche außerdem, dass sein Bruder Jordan ebenfalls in der Serie A spielt. Der jüngere Lukaku-Bruder spielt aktuell für Lazio Rom.

    Am 23. Oktober kann sich Romelu Lukaku Juventus aus nächster Nähe anschauen. Denn dann gastiert die "Alte Dame" im Old Trafford. Kampflos geschlagen geben will sich Lukaku trotz seiner Schwärmerei aber nicht. "Es ist eine schwierige Gruppe aber wir wollen erster werden", erklärte Lukaku

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