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letzte Aktualisierung: 19.04.2021 05:38
  • Wird Flick sogar entlassen?

    Tag 2 nach Hansi Flicks Ich-möchten-den-Verein-verlassen-Ansage!

    Der FC Bayern ist nach der überraschenden Verkündung des Bayern-Trainers in Schockstarre. Spontan erklärte Flick am Samstagabend live im TV, dass er bei den Bossen den Wunsch geäußert hat, die Münchner nach Saisonende zu verlassen. (KOMMENTAR: Flick hat keine andere Wahl!)

    Der Vorstand reagierte vehement.

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    Wie geht es jetzt weiter? SPORT1 klärt wichtige Fragen!

    Wie reagiert die Führungsetage?

    Mit einer Pressemitteilung am Sonntag um 14 Uhr hat der Vorstand der FC Bayern München AG in einer Stellungnahme verkündet: "Der FC Bayern missbilligt die nun erfolgte einseitige Kommunikation durch Hansi Flick und wird die Gespräche wie vereinbart nach dem Spiel in Mainz fortsetzen."

    Zuvor tagten die Bosse hinter den Kulissen. Unmittelbar nach Spielende hatten die Bosse ihre Handys ausgeschaltet. Von Flicks Aussagen im TV waren die Bosse überrascht, der Trainer fällte seine Entscheidung über die öffentliche Verkündung am Samstag spontan nach Spielende. Flick wollte endlich für Klarheit sorgen. 

    Kommt es jetzt zur Schlammschlacht?

    Nicht ausgeschlossen, aber sie soll vermieden werden. Zwar informierte Flick Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Vorstandsboss Oliver Kahn persönlich. Trotzdem reagierte der Vorstand am Sonntag, um Stärke zu demonstrieren. Nach SPORT1-Informationen steht der gesamte sechsköpfige Vorstand hinter der Pressemitteilung. Auch Rummenigge, der bislang als Flicks engster Vertrauter galt. Flick hat mit einer Reaktion gerechnet. 

    Wird Flick vorzeitig gekündigt?

    Stand Sonntagabend war dieses Szenario nach SPORT1-Informationen kein Thema im Vorstand. Auch Flick rechnet nicht mit einer vorzeitigen Entlassung. Entscheidende Gespräche über Flicks Zukunft sollen in der übernächsten Woche, nach dem Auswärtsspiel bei Mainz 05, stattfinden. Aber: Auszuschließen ist im Bayern-Kosmos derzeit gar nichts mehr.

    Wer entscheidet über Flicks Wunsch?

    Der Vorstand um Boss Rummenigge muss nun entscheiden, ob dem Auflösungswunsch von Flick entsprochen wird.

    Unmittelbar nach Spielende ruderte Flick am Samstagabend etwas zurück, sagte: "Ich habe nur den Wunsch geäußert, den Verein zu verlassen. Ich weiß auch, dass ich einen Vertrag habe." Dieser läuft bis 2023 und hat keine Ausstiegsklausel. Der Vorstand könnte Flicks Wunsch daher jederzeit abschmettern.

    Wie lief das Gespräch mit Oliver Kahn?

    Am Donnerstag hatte der Trainer einen Termin mit dem "Titan". Nach SPORT1-Informationen verlief das Gespräch zwischen Flick und Kahn sachlich und wenig emotional. Der designierte Vorstandsboss zeigte Flick einen Weg auf, wie es mit ihm und Salihamidzic weitergehen kann. Flick jedoch blieb bei seiner Entscheidung und teilte sie ihm mit. 

    Ist ein Weitermachen mit Flick denkbar?

    Unwahrscheinlich. Für Flick gibt es zu einer Trennung im Sommer, unter den aktuellen Verhältnissen im Verein, keine Alternative. Er rechnet auch nicht damit, dass ihm die Bosse Steine in den Weg legen werden. Ebenso unwahrscheinlich ist es, dass Salihamidzic entlassen wird, damit Flick zum Umdenken bewogen wird.

    Auch ein Grund: Über die Zukunft des Sportvorstands entscheidet der neunköpfige Aufsichtsrat. Präsident Hainer hat den Vorsitz, Uli Hoeneß sitzt als Ehrenpräsident des eV ebenfalls mit am Tisch. Er gilt nach wie vor als engster Verbündeter von Salihamidzic, eine Entlassung wird er nicht zulassen. Auch Hainer und Kahn (der nicht im Aufsichtsrat sitzt) unterstützen Salihamidzic. Aber dennoch: Mehrere Aufsichtsratsmitglieder, darunter etliche Wirtschaftsgrößen, sollen pro Flick sein. Die Mannschaft steht jedenfalls geschlossen hinter ihrem Trainer. Auch beim Reservistentraining am Sonntag herrschte gute Laune.

    Wie geht es Flick?

    Vom Bayern-Trainer ist am Samstagabend eine Last abgefallen. Jetzt will er die Meisterschaft klarmachen. Am Sonntag, nach dem Reservistentraining um 12.27 Uhr, verließ er mit seinem Dienstwagen die Tiefgarage, winkte freundlich und rauschte davon. Am Sonntagnachmittag hat Flick Gespräche mit seinen engsten Vertrauten und seiner Familie geführt. Am Montagmittag spricht er um 13.30 Uhr auf der Pressekonferenz, vor dem Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen. Weitere Knaller-Aussagen zu seiner Zukunft sind nicht zu erwarten.

    Hat Flick schon mit dem DFB verhandelt?

    Nein. In regelmäßigen Abständen telefoniert er aber mit seinem Freund und Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff. Der wartet ab, was sich beim FC Bayern tut. Kommt es zur Vertragsauflösung, wäre sein Wunschkandidat, Flick, frei verfügbar. Der DFB müsste in diesem Fall keine Ablöse zahlen. Aber: Flick hat auch Angebote von europäischen Topklubs erhalten. Der Job des Bundestrainers ist trotzdem die wahrscheinlichste Option nach dem FC Bayern. 

    Wer kommt als Flick-Nachfolger in Betracht?

    Julian Nagelsmann. Noch ist er bei RB Leipzig bis 2023 unter Vertrag und hat, wie Flick, keine Ausstiegsklausel.

    Nach SPORT1-Informationen ist RB auf einen Nagelsmann-Abgang vorbereitet, wird aber eine Ablösesumme von über 15 Millionen Euro fordern. Ein Nagelsmann-Nachfolger in Leipzig stünde jedenfalls bereit, da Geschäftsführer Oliver Mintzlaff und Sportdirektor Markus Krösche ihre Hausaufgaben erledigt haben.

    Am Sonntag reagierte Nagelsmann erneut, sagte auf einer Pressekonferenz: "Es gibt, so leid es mir tut, keinen neuen Stand zur letzten Pressekonferenz. Es gibt nichts Neues." Am Mittwoch betonte er: "Es gab und gibt keine Gespräche". Weder mit ihm, noch mit seinen Beratern. Das könnte sich aber bald ändern.

  • Negativrekord: Werder im freien Fall

    Die Fans von Werder Bremen erinnern sich ungern an die Bilder aus der vergangenen Saison: Hängende Köpfe, grübelnde Gesichter, unschlüssige Schritte über den Platz. Und am Ende immer wieder die Frage: Wie konnte es so weit kommen?

    Ebenjene Frage müssen sich die Grün-Weißen nach einer der kompliziertesten Spielzeiten der Vereinsgeschichte, die in der glücklichen Relegations-Rettung endete, aber vielleicht nun wieder stellen.

    Denn ganz einfach ausgedrückt: Werder befindet sich im freien Fall. Abermals. Das 1:4 bei Borussia Dortmund war die fünfte Ligapleite in Folge, die zugleich die Einstellung des vereinsinternen Negativrekords bedeutet. Den Ernst der Lage hat indes jeder erkannt. (Tabelle der Bundesliga)

    Entscheidungsspiel gegen Mainz?

    "Wir wissen, was die Stunde geschlagen hat. Wir müssen unbedingt punkten", sagte Werders Marco Friedl nach der Partie bei Sky.

    Gemeint ist natürlich die nächste Partie am Mittwoch. Eine Partie, die nicht irgendeine ist. Denn dort geht es gegen Mainz 05, den direkten Tabellennachbarn, der im Gegensatz zu Werder schon seit Monaten weiß, dass es in dieser Saison einzig und allein um den Klassenerhalt geht (Bundesliga: Werder Bremen - Mainz 05, Mittwoch ab 20.30 Uhr im LIVETICKER).

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    Ein Blick auf die Tabelle vereinfacht das Verständnis. Dort rangiert Werder mit 30 Zählern auf Platz 13, zwei Punkte mehr aufweisend als die Mainzer, die jedoch eine Partie weniger absolviert haben.

    Doch das ist nicht alles: auch Arminia Bielefeld (27 Punkte) und Hertha BSC (26) lauern dahinter, die Alte Dame ebenfalls mit einer Partie weniger und auf dem Relegationsplatz stehend. Genau dieser Relegationsplatz ist es, den Werder unbedingt vermeiden will, um einem Nervenspiel wie im Vorjahr zu entgehen.

    Kohfeldt: "Wir haben den Kopf verloren"

    Denn für Nervenspiele braucht es - wie es das Wort schon sagt - gute Nerven. Etwas, das dem Team von Trainer Florian Kohfeldt neben wichtigen verletzten Akteuren wie Abwehrchef Ömer Toprak und Stürmer Niclas Füllkrug aktuell eher abgeht.

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    "Bis zum 1:1 war es ein sehr gutes Spiel von uns", fasste Kohfeldt die BVB-Pleite zusammen. "Dann haben wir vor der Halbzeit aber den Kopf verloren".

    Den Kopf verloren - vielleicht steckt genau darin der Schlüssel zu der derzeitigen Misere. Denn nach dem 2:0-Sieg bei Arminia Bielefeld im Bundesliga-Nachholspiel am 10. März sah vieles nach einer Saison ohne Abstiegsgedanken aus.

    Werder noch in einer guten Situation?

    Elf Punkte betrug damals der Vorsprung auf den Relegationsplatz - inzwischen ist er auf vier Punkte geschrumpft, mit Gegnern, die sogar weniger Partien absolviert haben. Hat Werder also den Kopf verloren, sich zu sicher gefühlt? Und was ist in einer solchen Situation zu tun?

    "Wir sind noch immer in einer guten Situation", erklärte Kohfeldt, der ebenso ruhig bleibt wie in der vergangenen Spielzeit, um dennoch vielsagend hinterherzuschieben: "Aber am Mittwoch zählt's."

    Mehr braucht es nicht, um den Ernst der Lage auszudrücken.

  • Arp: "... dann habe ich hier eine Perspektive"

    Fiete Arp hat wahrlich keine leichte Zeit hinter sich.

    2019 war er als großes Talent im Alter von 19 Jahren vom Hamburger SV zum FC Bayern München gewechselt, wollte sich beim Rekordmeister durchsetzen. Die traurige Bilanz nach fast zwei Jahren: Ein Pflichtspiel für die Profis. (Service: Tabelle der Bundesliga)

    Arp auf eigenen Wunsch in der Zweiten Mannschaft der Bayern

    Beim 3:0 in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den 1. FC Düren durfte er einige Minuten spielen, damals lief der Rekordmeister allerdings mit einer stark ersatzgeschwächten Truppe auf. Arps Alltag heißt sonst: Zweite Mannschaft. Bei Hansi Flick hat der Stürmer keine Chance. In der aktuellen Saison erzielte Arp in 25 Spielen vier Tore für Bayern II.

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    Der Entschluss, die komplette Spielzeit bei der Zweitvertretung des Triple-Siegers zu verbringen, stammte auch von Arp selbst. "Ich bin nach wie vor froh, diesen Schritt im Sommer gemacht zu haben, weil es mir Ruhe nach meinen Erlebnissen in den zwei, drei Jahren davor gegeben hat", stellte er im Interview mit dem kicker klar.

    Arp will "Fußspuren" bei den Profis hinterlassen

    In Hamburg debütierte Arp bereits als 17-Jähriger in der Bundesliga, dort galt er als eines der größten Talente überhaupt. Das war Fluch und Segen zugleich. Arp galt nicht nur als Gesicht der Zukunft, er war zugleich Hoffnungsträger der Hamburger im Abstiegskampf. Dieser Druck machte dem damaligen Teenager schwer zu schaffen. "Wahrscheinlich war alles zusammengenommen zu viel. Es ist für einen jungen Fußballer Fluch und Segen, wenn er immer alles reflektiert und einschätzt", blickte Arp zurück.

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    Bei den Bayern absolvierte Arp nach seinem Wechsel 2019 eine gute Sommervorbereitung und machte sich Hoffnungen auf Einsätze bei den Profis. Doch daraus wurde nichts. "Zu Punktspielbeginn bin ich wahrscheinlich an mir selbst gescheitert. Ich habe mir Maßstäbe gesetzt, die ursprünglich zu dem Zeitpunkt so noch gar nicht mein Ziel waren", erklärte er.

    Doch ans Aufgeben denkt er trotz der Rückschläge nicht. "Auf jeden Fall!", antwortete er auf die Frage, ob er eine Perspektive bei den Bayern habe. Er ergänzte: "Das hängt aber viel von mir ab. Wenn ich mich weiterentwickle, dann habe ich hier definitiv eine Perspektive." Der Stürmer schickte gleich noch eine Kampfansage hinterher: "Mein Ziel lautet, in der ersten Mannschaft meine Fußspuren zu hinterlassen. Dafür bin ich zum FC Bayern gekommen."

  • Weghorst reagiert auf Shitstorm

    Wout Weghorst hat auf den Shitstorm der vergangenen Tage reagiert und sich für seinen Sportstudio-Auftritt im ZDF erklärt.

    "Ich möchte ganz klar sagen: Ich bin kein Corona-Leugner. Da sind weltweit Leute daran gestorben, was erschütternd ist", sagte der 28-Jährige beim NDR.

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    Hintergrund der Geschichte: Weghorst hatte im Dezember den Beitrag einer Impfgegnerin geteilt, die an der Gefahr durch das Coronavirus zweifelt.

    In dem Instagram-Beitrag hieß es: "Stell dir vor, es gibt einen Impfstoff, der so sicher ist, dass du bedroht werden musst, ihn zu nehmen - für eine Krankheit, die so tödlich ist, dass man getestet werden muss, um zu wissen, dass man sie hat."

    Zwar löschte Weghorst den Beitrag später wieder, Gesprächsstoff bot er aber weiterhin. So auch im ZDF-Sportstudio, wo der Niederländer erst vor einer Woche auftrat, sich allerdings nicht von besagtem Beitrag distanzierte.

    Weghorst-Gespräch mit Schmadtke

    Die Folge: ein Shitstorm in den sozialen Medien. Weghorst musste sogar beim Sportdirektor des VfL Wolfsburg, Jörg Schmadtke, vorstellig werden. Das Thema soll aber inzwischen vom Tisch sein.

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    Für Weghorst selbst war aber noch einmal die öffentliche Erklärung wichtig: "Ich habe direkt nach der Sendung Samstagabend das Gefühl gehabt: Hatte ich die richtigen Worte, habe ich das Richtige gesagt?", rechtfertigte sich der Stürmer beim NDR. "Dann habe ich die nächsten Tage alles gesehen, im Internet und auf Instagram und auch in Holland wurde viel darüber gesagt. Und ich bin dann auch keiner, den das kalt lässt."

    So wie er sich nun erkläre, hätte er direkt sprechen müssen, aber "die Fragen haben mich überrascht. Und es ist nicht meine eigene Muttersprache. Dementsprechend habe ich da die letzten Tage viel drüber nachgedacht und kann mich jetzt besser ausdrücken."

  • Dortmund hat ein Ass im Ärmel

    Frankfurt verliert, Wolfsburg verliert, Dortmund gewinnt!

    Der BVB nutzt die Patzer der Konkurrenz mit dem 4:1-Heimsieg gegen Werder Bremen eiskalt aus und darf weiter auf die Champions League hoffen. Trainer Edin Terzic kämpferisch: "Der Sieg bringt uns drei Punkte näher an unser Ziel."

    Fünf Spieltage vor Schluss beträgt der Abstand auf Frankfurt vier Punkte, der auf Wolfsburg fünf. 

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    SPORT1 zeigt, warum es der BVB trotz einer zähen Auf-und-ab-Saison am Ende doch noch in die "Königsklasse" schafft.

    Weil Haaland wieder ballert

    Nach sieben torlosen Spielen (inklusive der drei Länderspiele mit Norwegen) meldete sich der Erling Haaland eindrucksvoll zurück. Gegen Bremen gelang dem 20 Jahre alten Star-Stürmer ein Doppelpack. Es waren seine Bundesliga-Treffer 35 und 36 im 39. Spiel. 

    Haaland ballert wieder – und das ist gut für den BVB! 

    Der Matchwinner, der von nahezu allen europäischen Top-Klubs gejagt wird und auch im nächsten Jahr unbedingt in der Champions League kicken will, sagte nach dem Bremen-Dreier: "Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Wir sind jetzt wieder näher an Wolfsburg und Frankfurt dran."

    Weil Wolfsburg und Frankfurt wackeln

    Die Frankfurter Eintracht hat ihr erstes Spiel nach der Wechsel-Bekanntgabe von Trainer Adi Hütter mit 0:4 in Gladbach verloren, und der VfL Wolfsburg hat drei Pleiten in den letzten sechs Ligaspielen kassiert. Die BVB-Konkurrenten wackeln.

    Am kommenden Samstag reist der BVB zum Champions-League-"Endspiel" in die Autostadt. "Frankfurt und Wolfsburg haben auch noch starke Gegner", kündigte Sportchef Michael Zorc vor dem Bremen-Spiel bei SPORT1 an. "Der Schlüssel sind wir selbst!"

    Die viertplatzierten Frankfurter haben das vermeintlich leichteste Restprogramm mit Augsburg, Leverkusen, Mainz, Schalke und Freiburg. Wolfsburg spielt noch gegen Dortmund und Leipzig sowie gegen Stuttgart, Union und Mainz. 

    Der BVB hat mit Union, Wolfsburg, Leipzig, Mainz und Leverkusen aber auch noch schwere Aufgaben. 

    Kapitän Marco Reus rechnet am ARD-Mikro vor: "Die Niederlagen von Wolfsburg und Frankfurt waren nochmal eine zusätzliche Motivation für uns. Wir haben jetzt noch fünf Spiele in der Liga. Wir müssen alle gewinnen und Wolfsburg zwei verlieren. Alles ist also noch offen. Wir wissen, dass es schwer ist, werden aber alles geben."

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    Weil es eine Jetzt-erst-recht-Reaktion gibt

    Nach dem Champions-League-Aus gegen Manchester City forderte Zorc bei SPORT1: "Wir müssen uns jetzt auf die Qualifikation zur Champions League und den möglichen Einzug ins DFB-Pokalfinale konzentrieren. Das sind unsere Ziele."

    Innerhalb der Mannschaft gibt es eine Jetzt-erst-recht-Haltung! Das Team will unbedingt in die Champions League kommen und auch im nächsten Jahr wieder Gala-Abende auf Top-Ebene erleben.

    Weil Sancho rechtzeitig zurückkommt 

    Der Engländer hat seine Muskelverletzung im Oberschenkel überstanden und soll jetzt wieder ins Teamtraining einsteigen. Das Union-Spiel am Mittwoch kommt wohl noch zu früh, eine Rückkehr im "Endspiel" in Wolfsburg ist nach SPORT1-Informationen das Ziel.

    Mit Sancho hätte der BVB im Saisonendspurt ein Ass im Ärmel. Der Flügelflitzer kommt in der laufenden Saison auf 28 Torbeteiligungen (12 Treffer, 16 Assists) und nahm bis zu seiner Verletzung Ende Februar richtig Fahrt auf.

    Auf SPORT1-Nachfrage, warum es der BVB am Ende doch noch in die Champions League schaffen wird, sagt Edin Terzic: "Der Glaube ist da. Die jüngsten Leistungen haben gestimmt. Wie wir nach dem Rückschlag zurückgekommen sind und wieder vier Tore gemacht haben, das stimmt mich zuversichtlich. Wir nehmen den Fuß jetzt nicht vom Gaspedal!"

  • Reaktionen auf Super League: UEFA droht Klubs mit Bann!

    DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat vor der offenbar bevorstehenden Gründung einer europäischen Super League gewarnt.

    "Wirtschaftliche Interessen einiger weniger Topklubs in England, Italien und Spanien dürfen nicht die Abschaffung gewachsener Strukturen im gesamten europäischen Fußball zur Folge haben", sagte Seifert am Sonntag. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) lehne solche Konzepte daher ab. (Service: Tabelle der Bundesliga)

    "Es wäre insbesondere unverantwortlich, die nationalen Ligen als Basis des europäischen Profifußballs auf diese Weise irreparabel zu beschädigen. Ich unterstütze daher die gemeinsame Erklärung der UEFA mit den Ligen und Nationalverbänden aus England, Italien und Spanien", sagte Seifert.

    Kritik kam auch von DFB-Vizepräsident Rainer Koch, zugleich Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees. "Eine europäische Super League einiger weniger Vereine, denen es ausschließlich um die eigenen wirtschaftlichen Interessen geht, wäre ausgerechnet in einer Zeit, in der die Gesellschaft mehr denn je Solidarität braucht, zerstörerisch gegenüber allen anderen Vereinen, Ligen und Verbänden", sagte Koch.

    Fanvereinigung kritisiert Pläne

    Auch die europäische Fanvereinigung "Football Supporters Europe" (FSE) hat die Pläne zur Schaffung einer europäischen Super League scharf kritisiert. "Dieser geschlossene Wettbewerb wird der letzte Nagel im Sarg des europäischen Fußballs sein und alles zerstören, was ihn so beliebt und erfolgreich gemacht hat: Belohnung sportlicher Leistungen, Auf- und Abstieg, Qualifikation zu UEFA-Wettbewerben über nationale Erfolge und finanzielle Solidarität", teilte die FSE am Sonntag mit.

    "Die einzigen, die davon profitieren, sind Hedge-Fonds, Oligarchen und eine Handvoll bereits reicher Klubs, von denen viele in ihren heimischen Ligen trotz ohnehin vorhandenen Wettbewerbsvorteils schlecht abschneiden. Genug ist genug", so die FSE, die von den Verbänden Sanktionen gegen abtrünnige Klubs und die Rücknahme der Reform der UEFA-Klubwettbewerbe forderte.

    UEFA reagiert auf Super-League-Pläne

    Wie mehrere internationale Medien übereinstimmend berichten, hat sich eine Gruppe der reichsten und einflussreichsten Vereine auf die Gründung eines eigenen externen Elitewettbewerbs geeinigt. Dies deckt sich mit SID-Informationen.

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    Die Europäische Fußball-Union (UEFA) reagierte am Sonntag prompt und drohte Klubs und Spielern mit einem Bann. "Die betroffenen Vereine würden von nationalen, europäischen und weltweiten Wettbewerb ausgeschlossen. Ihren Spielern könnte die Möglichkeit genommen werden, für ihre Nationalmannschaften aufzulaufen", teilte der Verband mit und sprach von einem "zynischen" Projekt.

    Angeblich sollen bereits zwölf Vereine eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet haben. Zu den Abtrünnigen gehören wohl zahlreiche englische Spitzenklubs wie der FC Liverpool oder Manchester United, die spanischen Topteams Real Madrid und der FC Barcelona und aus Italien Juventus Turin und der AC Mailand. Deutsche Teams wie Bayern München sollen ebenso wie der französische Primus Paris St. Germain nicht beteiligt sein.

  • "Zeigt, wie tief der Graben zwischen Flick und Salihamidzic war"

    Hallo Fußball-Freunde, 

    Hansi Flick will den FC Bayern am Saisonende verlassen. Ich finde es sehr schade. Ich hätte mir gewünscht, dass Flick bei den Bayern eine Ära prägt. 

    Ein entscheidender Grund ist sicherlich, dass er nicht die Möglichkeit hat oder hatte, auf dem Transfermarkt mitzuentscheiden. Aber die letzten Wochen waren auch nicht harmonisch. Flick hat es immer gesagt, er legt großen Wert auf Harmonie und die Wertschätzung. Das zeigt, wie tief der Graben zwischen Flick und Hasan Salihamidzic war. 

    Hansi Flick sieht die Gefahr, wo die Bayern in zwei oder drei Jahren hinsteuern. Wenn er in einer PK sagt, qualitativ ist der Kader in diesem Jahr nicht so gut wie im letzten Jahr, dann stimmt das ja zu 100 Prozent. Und er sieht die Gefahr, dass das in den nächsten Jahren nicht besser wird und deswegen ist die Entscheidung, auch sportlich gesehen, konsequent.  

    Dieser Schritt ist der richtige gewesen, vor allem da er es vorher intern kommuniziert hat. Und wenn er es dann in die Öffentlichkeit gibt, dann ist nichts Verkehrtes daran. Da darf auch kein Bayern-Verantwortlicher überrascht sein(Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

    Effenberg: Bei Bayern hapert es an der Kommunikation

    Fakt ist aber auch, dass es an der Kommunikation hapert, finde ich. Bei Bayern München war es in der Vergangenheit immer so, dass, wenn man nach außen geht oder etwas präsentiert, dann tut man das mit einer Stimme, und das ist bei Bayern nicht mehr der Fall. (Die Tabelle der Bundesliga)

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    Die Bayern stehen jetzt schon unter Druck. Wir reden nicht von Monaten, die sie noch Zeit haben, sondern wir reden von ein paar Tagen oder zwei, drei Wochen, wo sie eine Entscheidung treffen müssen, einen neuen Trainer zu bekommen. 

    Ich glaube, für Julian Nagelsmann wäre es für seine Entwicklung besser, wenn er seinen Vertrag in Leipzig bis 2023 erfüllt. Bayern München ist noch mal eine ganz andere Kategorie. 

    Ralf Rangnick sehe ich auch nicht bei Bayern. Beim AC Mailand hat es nicht geklappt, beim DFB nicht, bei Schalke nicht, das muss ja alles Gründe haben. Bayern München kann ich mir bei ihm eher nicht vorstellen.  

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    Effenberg: "Wir reden fast nur noch über Trainer"

    Mittlerweise reden wir fast nur noch über die Trainer. Früher haben wir über die Spieler gesprochen. Rose, Hütter, Funkel, Flick. Wir reden über Ablösesummen für Trainer. Das macht mir echt Sorgen, dass die Trainer so eine große Diskussion aufbrechen. 

    Und zwar, weil Verträge nicht eingehalten werden. Man bittet eventuell um Freigabe wie Flick, oder man hat Klauseln drin. Ob das für eine mittelfristige beziehungsweise langfristige gute Zusammenarbeit gut ist, wage ich zu bezweifeln.  

    Ein Blick nach Berlin: Die Hertha hat im Abstiegskampf noch machbare Gegner. Die Berliner sind in die Quarantäne mit einem positiven Lauf gegangen. Wenn du mit einer Niederlagenserie in die Quarantäne gegangen wärst, dann ist es für die Psyche noch viel schwieriger, daran zu arbeiten. Wenn die Spieler das umsetzen, was Geschäftsführer Carsten Schmidt sagt (er setzt auf Zusammenhalt und eine Jetzt-erst-recht-Stimmung, Anm.d.Red.), dann wird die Hertha nicht absteigen.  

    Dass Fredi Bobic als Manager zur Hertha wechselt, kann ich absolut nachvollziehen. Das Unternehmen Hertha BSC ist megaspannend und interessant. Und bei Fredi darf man nicht vergessen, er kommt ein Stück weit nach Hause. Von daher ist das eine Personalie, die für mich 100 Prozent passt. 

    Bis bald, Euer
    Stefan Effenberg

    Stefan Effenberg hat 2001 mit dem FC Bayern die Champions League gewonnen. Mit den Bayern und Borussia Mönchengladbach wurde er zudem mehrmals Deutscher Meister und Pokalsieger. Seit Sommer 2018 bildet der 52-Jährige mit Marcel Reif und Mario Basler das feste Experten-Team des CHECK24 Doppelpass.

  • Haaland-Erlösung und Werder-Slapstick! CL für BVB in Reichweite

    Spiel gewonnen, Patzer der Konkurrenz genutzt: Borussia Dortmund darf dank eines Doppelpacks von Erling Haaland wieder von der Champions League träumen.

    Die Schwarz-Gelben bezwangen Werder Bremen verdient mit 4:1 und verkürzten den Abstand auf Eintracht Frankfurt (Platz vier) auf vier Punkte. Auch der VfL Wolfsburg, der auf Platz drei rangiert, ist nur noch fünf Zähler entfernt. (Tabelle der Bundesliga)

    Die Wölfe und die Eintracht hatten ihre Partien am Samstag verloren und so die Tür für den BVB aufgemacht.

    Reus: "Ein bisschen heißer"

    "Wir haben eine zweite Chance bekommen, uns für die Champions League zu qualifizieren. Nach gestern waren wir noch ein bisschen heißer", sagte BVB-Kapitän Marco Reus bei Sky: "Wir wollten noch einmal rankommen, und das haben wir mit dem Sieg geschafft. Das war das große Ziel."

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    Dabei hatte es für den BVB nicht so gut begonnen: Milot Rashica (14.) brachte die Grün-Weißen in Führung. In der Folge drängte Dortmund aber auf den Ausgleich.

    Und wurde belohnt: Giovanni Reyna traf per Gewaltschuss (29.). Der doppelte Haaland (34., Foulelfmeter, 38.) legte nach und drehte die Partie. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

    In Hälfte zwei machte Mats Hummels per Kopf den Deckel drauf (87.).

    "Der Sieg bringt uns drei Punkte näher an unser Ziel", sagte Trainer Edin Terzic. "Es war ein gutes Spiel von uns. Wir haben es aber nicht in allen Phasen sauber zu Ende gespielt. In der ersten Halbzeit haben wir uns den einen oder anderen blöden Konter gefangen, das konnten wir dann korrigieren."

    Im Großen und Ganzen sei man aber dominant gewesen und habe verdient gewonnen.

    Werder wieder im Abstiegskampf

    Was sich für den BVB als herauragender Nachmittag erwies, könnte für Werder noch zur bitteren Note werden.

    Nach der fünften Liganiederlage in Folge droht Werder wieder eine Nervenschlacht im Abstiegskampf. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur vier Punkte - Bremen hat zudem ein Spiel mehr ausgetragen.

    "Wir wissen, was die Stunde geschlagen hat. Wir müssen unbedingt punkten", sagte Werders Marco Friedl.

    Und sein Coach Florian Kohfeldt sagte: "Wir sind noch immer in einer guten Situation. Aber am Mittwoch zählt's."

    An jenem Mittwoch empfängt Werder Mainz 05, das bei einem Spiel weniger nur zwei Punkte hinter den Grün-Weißen lauert.

    BVB mit mühevollem Beginn

    Im Gegensatz zur Niederlage gegen Manchester City veränderte Terzic sein Team auf zwei Positionen: Julian Brandt und Reyna ersetzten Emre Can und Ansgar Knauff.

    Die Gastgeber taten sich in ihren neonfarbenen Retro-Trikots zunächst aber schwer. Ohne Tempo und Ideen spielte der BVB um den Bremer Strafraum herum.

    Werder stand mit einer Fünferkette dicht gestaffelt und lauerte auf Konter. Bei einem Schuss von Leonardo Bittencourt musste sich BVB-Schlussmann Marwin Hitz gewaltig strecken (5.).

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    Neun Minuten später war auch der Schweizer machtlos. Nach einem Pass von Maximilian Eggestein stürmte Rashica unbedrängt auf Hitz zu und behielt die Nerven. Mateu Morey hatte das Abseits aufgehoben und musste sich einen Anpfiff von Manuel Akanji gefallen lassen.

    Der Favorit kam auch danach nicht ins Spiel und verzettelte sich immer wieder bei seinen Bemühungen. Erst ein Gewaltschuss von Reyna von der Strafraumgrenze sorgte für die Wende.

    BVB selbstsicherer

    Mit dem Ausgleich wurde der BVB selbstsicherer, die Aktionen wurden zielstrebiger. Nach einem Foul von Kevin Möhwald an Kapitän Marco Reus verwandelte Haaland den Elfmeter sicher zur Führung.

    Bremen verlor nun völlig die Ordnung. Über Umwege kam der Ball zu Haaland, der aus kurzer Distanz mühelos sein 23. Saisontor erzielte.

    Der Dortmunder Dreierpack zeigte bei den Gästen weiter Wirkung. Jude Bellingham scheiterte nach Vorarbeit des starken Reyna aber an Torhüter Jiri Pavlenka (41.).

    Zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte sich die Defensive der Norddeutschen zumindest etwas stabilisiert, nach vorne ging aber nicht viel.

    Werder ohne Glück

    Die Dortmunder hatten weiterhin die Spielkontrolle. Einen Schuss von Reus lenkte Pavlenka übers Tor (55.), eine Minute später zielte der Kapitän knapp vorbei.

    Florian Kohfeldt brachte in Davie Selke und Joshua Sargent ein frisches Offensiv-Duo. Die Gäste wurden wieder mutiger, Eggesteins Schuss klatschte aber an den Pfosten (63.).

    Ein dritter Haaland-Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt (83.), dann traf Hummels.

    Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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