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letzte Aktualisierung: 15.12.2018 16:16
  • Heldt entschuldigt sich nach heftiger Schiri-Schelte

    Mit seiner Schiedsrichter-Kritik nach dem 1:1 von Hannover 96 beim 1. FSV Mainz 05 hatte 96-Manager Horst Heldt für viel Aufruhr gesorgt. Vor dem Spiel seiner Hannoveraner gegen den FC Bayern München hat sich Heldt jetzt für seine Wortwahl entschuldigt. (Bundesliga: Hannover 96 - FC Bayern München, 15. 30 Uhr im LIVETICKER

    Am Sky-Mikro nahm Heldt Bezug zu seinen nach dem Mainz-Spiel getätigten Aussagen. In dem Spiel hatte eine höchst umstrittene Elfmeterentscheidung die Niedersachsen um den Sieg gebracht.

    Heldt entschuldigt sich für Wortwahl

    "Das war ein Witz! Der Wahnsinn einer Schwalbe. Warum fällt er denn? Altersschwäche? Der ganze Scheiß ist nicht mehr akzeptabel. Ich habe keinen Bock mehr, das zu erklären", wütete Heldt anschließend am Sky-Mikrofon.

    Auch eine Elfmeter-Überprüfung im ersten Durchgang war Grund für Heldts schlechte Laune gewesen. "Er hat nicht richtig entschieden, er hat sich eingemischt. Der soll die Klappe halten", hatte er in Richtung des Videoassistenten gepoltert.

    Vor dem Bayern-Spiel entschuldigte sich Heldt nun für die Wortwahl. An der inhaltlichen Kritik hält der 96-Manager weiter fest.

  • Holt sich der BVB die Herbstmeisterschaft?

    Lucien Favre mag keine Fragen, die mit dem Wörtchen "Wenn" beginnen. "Wenn, wenn, wenn. Das ist nicht gut", sagte der Trainer von Borussia Dortmund in seiner unnachahmlichen Art, als er nach der schon am Samstag möglichen Herbstmeisterschaft gefragt wurde. Und damit war dann auch genug gesagt, befand der Schweizer. Nur eines noch: "Es bringt nicht viel, darüber zu sprechen."

    Statistik-Freunde mögen das anders sehen. Ein Sieg gegen Werder Bremen am Samstag (Bundesliga: Borussia Dortmund - SV Werder Bremen ab 18.30 Uhr im LIVETICKER), und der BVB überwintert zum vierten Mal in seiner Geschichte an der Tabellenspitze.

    BVB erstmals seit 2010 vor Herbstmeisterschaft

    1994, 1995 und 2010 wurde Dortmund am Ende jeweils Meister. 2010, noch unter Jürgen Klopp, war die Herbstmeisterschaft schon an jenem 15. Spieltag fix, der nun wieder ansteht. Danach hieß der Herbstmeister siebenmal in Folge Bayern München. (SERVICE: Bundesliga-Tabelle)

    Marcel Schmelzer, Lukasz Piszczek, Shinji Kagawa und Mario Götze waren schon vor acht Jahren dabei, als der BVB Platz eins bis zum Saisonende nicht mehr abgab. Auch Sportdirektor Michael Zorc erlebte damals hautnah mit, wie die Westfalen monatelang auf einer Wolke schwebten. Am Donnerstag sprang Zorc dennoch Trainer Favre zur Seite. "Herbstmeister ist ein Titel, der keiner ist", sagte er: "Damit wollen wir uns gar nicht beschäftigen."

    Gegen Bremen könnte sogar eine Niederlage zur vorzeitigen Herbstmeisterschaft reichen, sollten die Verfolger Borussia Mönchengladbach und Bayern München ebenfalls patzen. Insgeheim hofft der BVB aber, den Vorsprung auf die Verfolger bis zur Winterpause sogar noch auszubauen. Immerhin kommt Gladbach zum Hinrundenfinale nach Dortmund, die Bayern haben noch Leipzig und Frankfurt vor der Brust.

    Favre warnt vor Bremen

    Doch zunächst soll ein Sieg gegen Werder her. Auch wenn Favre, natürlich, vor den Grün-Weißen warnte. "Bremen probiert immer, mit den Verteidigern eine Überzahl herzustellen. Aber sie sind auch im Mittelfeld und vorne sehr gefährlich", sagte der BVB-Coach. Die Statistik spricht indes klar für Dortmund. Zehn Heimspiele in Serie hatten die Schwarz-Gelben gegen Bremen gewonnen, bevor sie vor fast genau einem Jahr mit 1:2 verloren. Danach musste Trainer Peter Bosz gehen.

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    Nur zwölf Monate später dürfen die Fans wieder vom Titel träumen. "Natürlich war es nicht vorhersehbar und ist überraschend, dass wir da stehen, wo wir stehen. Das hätte im Juli niemand vorhergesagt", sagte Zorc, um dann gleich wieder auf die Bremse zu treten: "Aber wir sind mit kleinen Schritten dahin gekommen. Fragen zur Meisterschaft oder nach dem Herbstmeistertitel bringen uns nicht weiter."

    Fast scheint es, dass in Dortmund niemand so recht die Herbstmeisterschaft will. Wäre da nicht Hans-Joachim Watzke. "Für den Titel kriegt man nichts, ihn zu haben, ist psychologisch aber nicht schlecht. Das wäre eine schöne Momentaufnahme", sagte der Geschäftsführer: "Mehr aber auch nicht."

    Die voraussichtlichen Aufstellungen:

    Borussia Dortmund: Bürki - Piszczek, Akanji, Diallo, Hakimi - Delaney, Witsel - Sancho, Reus, Guerreiro - Alcacer
    Werder Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Langkamp, Moisander, Augustinsson - Möhwald - Maximilian Eggestein, Klaassen - Osako - Kruse, Rashica
    Schiedsrichter: Guido Winkmann 

    So können Sie Borussia Dortmund - SV Werder Bremen LIVE verfolgen:

    TV: Sky
    Stream: Sky Go
    Liveticker: SPORT1

  • Drei Neue in Bayerns Startelf! Kovac rotiert in Hannover

    Der FC Bayern München gastiert am 15. Spieltag beim Tabellen-Nachzügler aus Hannover (Bundesliga: Hannover 96 - FC Bayern München ab 15.30 Uhr im LIVETICKER).

    Die Ausgangslage vor der Partie ist klar:

    Die Gäste reisen nach zuletzt zwei Erfolgen in der Bundesliga mit Rückenwind an, die Niedersachsen stecken dagegen angesichts von nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Ligaspielen tief im Abstiegssumpf. (SERVICE: Bundesliga-Tabelle)

    Verzichten müssen die Münchner in den restlichen drei Bundesligaspielen bis zur Winterpause jedoch auf Altstar Arjen Robben. Robben hat wegen muskulärer Probleme bereits fünf der jüngsten sieben Pflichtspiele verpasst.

    Bayern-Trainer Niko Kovac setzt in Hannover erstmals wieder auf eine Rotation. Mit Mats Hummels, Thiago und Kingsley Coman stehen drei Spieler in der Startelf, die zuletzt nicht Stammkräfte waren.

    Dagegen bekommen Jerome Boateng, Rafinha und Franck Ribery eine Pause. Der Franzose steht nicht einmal im Kader und wird nach Bayern-Angaben geschont. Joshua Kimmich rückt wieder auf die rechte Abwehrseite.

    Gladbach will Platz zwei behaupten

    Mit einem Sieg in Hannover könnte der FC Bayern den Druck auf den Tabellenzweiten aus Mönchengladbach erhöhen. Die Borussen wollen im Auswärtsspiel gegen Hoffenheim jedoch ebenso wichtige Punkte mitnehmen (Bundesliga: TSG 1899 Hoffenheim - Borussia Mönchengladbach ab 15.30 Uhr im LIVETICKER).

    Die Duelle gegen Hoffenheim sorgten in den vergangenen Jahren stets für Spektakel. 23 Tore fielen dort bei den letzten vier Fohlen-Aufritten.

    In der Fohlen-Startelf stehen überraschend die beiden Younster Jordan Beyer und Mickael Cuisance.

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    Am nächsten Spieltag kommt es dann zum Borussen-Duell - die Borussia aus Gladbach mit einem Sieg gegen die Borussia aus Dortmund den Rückstand in der Tabelle verringern. Doch aktuell gilt der ganze Fokus dem Kracher in Hoffenheim.

    Augsburg will Negativtrend stoppen

    Am Samstag empfängt der FC Augsburg  FC Schalke 04 in der WWK Arena (Bundesliga: FC Augsburg - FC Schalke 04 ab 15.30 Uhr im LIVETICKER).

    Der FC Augsburg möchte beim Spiel gegen den FC Schalke die aktuelle Negativspirale beenden. Zuletzt gab es vier Pleiten hintereinander.

    Die Knappen setzen im Sturm auf den genesenen Steven Skrzybski und Cedric Teuchert. 

     

    Der direkte Vergleich geht mit neun zu einem Sieg eindeutig an Schalke.

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  • Karriereende? Coman erklärt seine Aussage

    Mit seinen Aussagen zu einem möglichen Karriereende ließ Kingsley Coman zuletzt aufhorchen, jetzt hat der Flügelstürmer des FC Bayern seine Worte präzisiert.

    "Ich habe damit gemeint, dass ich keine Lust mehr auf eine erneute Reha hätte, wenn ich die gleiche Verletzung im selben Jahr - also in den nächsten Wochen - noch einmal hätte. Über einen späteren Zeitpunkt habe ich nicht gesprochen", sagte Coman der Bild-Zeitung.

    Der 22 Jahre alte französische Nationalspieler hatte in diesem Jahr zwei Syndesmoserisse im linken Fuß erlitten und deswegen auch die WM in Russland verpasst.

    In einem Interview mit Telefoot hatte er von einem "sehr schwierigen" Jahr gesprochen, insbesondere wegen seiner beiden Verletzungen. "Ich hoffe, ich muss das nicht noch mal erleben", sagte Coman.

    Coman: Dritte OP wäre zu viel

    Dabei machte er sich auch Gedanken über ein vorzeitiges Karriereende. "Wenn eine dritte Operation nötig wäre, denke ich nicht, dass ich sie durchführen lassen würde", sagte Coman. "Selbst wenn ich mich schütze und versuche, vorsichtig zu sein, mich aber trotzdem wieder verletze, wäre es zu viel. Zu viel ist zu viel. Vielleicht ist mein Fuß nicht dafür geschaffen. Ich würde dann mein eigenes Leben führen."

    Zuletzt feierte Coman in der Champions League im dritten Einsatz nach seinem Comeback ein Erfolgserlebnis als er beim 3:3 bei Ajax Amsterdam ein Tor erzielte.

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    "Sein Tor freut mich sehr, denn der King hat eine wirklich lange Verletzungszeit hinter sich. Mit dem Tor hat sich das wahrscheinlich erledigt und er wird auch mit 35 noch Fußball spielen", sagte Trainer Niko Kovac anschließend bei Sky

  • Kovac über Hummels: "Jeder muss sich unterordnen"

    Muss Mats Hummels beim FC Bayern weiterhin die Bank drücken?

    Am Freitag ließ Trainer Niko Kovac offen, ob der Weltmeister gegen Hannover 96 (Bundesliga: Hannover 96 - FC Bayern, Sa. ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) eine Chance bekommen wird.

    "Ich weiß, was Mats kann und was er schon geleistet hat in dieser Saison, dass man sich auf ihn verlassen kann - wie auf die anderen, die auf der Bank sitzen", sagte Kovac.

    Bayern: Hinrunden-Aus für Robben

    Definitiv nicht dabei sein wird Arjen Robben. Der Niederländer wird dem deutschen Rekordmeister in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen.

    "Das Risiko ist zu groß, dass da etwas passiert. Deswegen werden wir ihn so behandeln, dass er zum 4. Januar wieder angreifen kann und dann ganz ausgeheilt ist", so Kovac. Robben hat wegen muskulärer Probleme fünf der jüngsten sieben Pflichtspiele verpasst.

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    Kovac: Mit Salihamidzic wie in einer Ehe

    Dass er das 3:3 in der Champions League bei Ajax Amsterdam deutlich positiver bewertet hatte als Sportdirektor Hasan Salihamidzic, wollte Kovac nicht zu hoch hängen.

    "Es gibt bad boy und good boy", sagte er, "natürlich gab es Situationen, die Brazzo richtig hervorgehoben hat, die ihm und auch mir nicht gefallen haben." Differenzen seien normal, "diejenigen, die verheiratet sind wissen, dass es in einer Ehe unterschiedliche Meinungen gibt".

    Die Pressekonferenz zum Nachlesen:

    +++ Schluss in München +++

    Das war's, die Pressekonferenz ist beendet. Niko Kovac verlässt den Presseraum an der Säbener Straße. Später am Tag fliegen die Bayern dann nach Hannover.

    +++ Kovac über Reservist Hummels +++

    "Es betrifft nicht nur ihn. Mats ist Weltmeister, die anderen nicht. Aber auch die anderen haben einen großen Namen. Du musst bei Bayern damit rechnen, dass du auch mal auf der Bank sitzt. Es hat Mats und andere getroffen. Wir waren erfolgreich, da muss sich jeder Spieler unterordnen", sagt Kovac:

    "Ich weiß, was Mats kann und was er für diese Mannschaft schon geleistet hat. Ich kann mich auf ihn verlassen. Ich spüre im Training ein besonderes Feuer von diesen Spielern. Die Spieler haben gemerkt, dass nicht mehr so viel gewechselt wird. Und das bedeutet, dass jeder Gas geben muss."

    +++ Kovac warnt vor Hannover +++

    "Wir müssen vorsichtig sein. Sie haben schnelle Stürmer, die im Umschaltspiel gefährlich werden können. Wir müssen zusehen, dass wir die Robustheit des Gegners ausspielen, um Chancen zu kreieren. Morgen ist wieder Disziplin nach vorne und nach hinten gefragt."

    +++ Kovac hofft auf milde Müller-Strafe +++

    "Thomas tut das unendlich Leid. Ich kann mich an kein Foul von Thomas in dieser Saison erinnern. Das war sehr unglücklich. Ich hoffe, dass er nicht zu lange gesperrt. Ein Spiel ist fix, ein zweites hoffen wir nicht. Ich hoffe, dass er dann im Viertelfinale spielt und Rekordhalter mit seinem 106. Spiel wird."

    +++ Kovac: Hinrundenaus für Robben! +++

    "Arjen Robben wird diese Halbserie nicht mehr spielen. Der Fokus gilt dem 4. Januar. Da wird er wieder eingreifen. Er hat eine Verletzung am Muskelansatz. Die Mediziner haben sich das angeschaut. Es braucht so viel Pause. Es macht keinen Sinn, dass wir in eine größere Verletzung reinlaufen."

    +++ Meinungsverschiedenheit mit Salihamidzic? +++

    "Es gibt immer unterschiedliche Sichtweisen und Ansätze. Hasan hat das Spiel so gesehen, ich so. Sie als Zuschauer haben das sicher auch anders wahrgenommen. Ich sag mal so: Es gibt Bad Boy und Good Boy. Was sie berücksichtigen müssen: Wir haben seit 10 Jahren das erste Mal die Gruppenphase ohne Niederlage überstanden", so Kovac.

    "Das muss ich als Trainer hervorheben. Natürlich gab es Situationen, die ihm und mir nicht gefallen haben. Es ging aber darum, das Positive hervorzuheben: Die Mannschaft hat Mentalität und Leidenschaft gezeigt, wir sind nach dem 1:2 zurückgekommen. Diejenigen, die verheiratet oder liiert sind, wissen, dass es da auch unterschiedliche Meinungen gibt."

    +++ Kovac kündigt Wechsel an +++

    "Wir müssen berücksichtigen, dass wir drei Spiele in kurzer Zeit haben und ich glaube, wir werden das auch berücksichtigen. Allzu viel möchte ich aber auch nicht verraten", sagt Kovac mit einem Schmunzeln. "Wir haben durch das Mittwoch-Match einen Tag weniger als wenn wir am Dienstag gespielt hätten. Wir werden nach dem Training entscheiden, wer spielt."

    +++ Kovac über Ajax +++

    "Die Champions League ist vorüber, zumindest für dieses Jahr. Als Gruppenerster sind wir zufrieden. Jetzt müssen wir in der Liga nachlegen."

    +++ Kovac ist da +++

    Los geht's. Niko Kovac betritt den Presseraum an der Säbener Straße.

    +++ Chance für Thiago und Coman? +++

    Gegen Ajax Amsterdam bewies Niko Kovac mit seinen Einwechslungen ein gutes Händchen. Sowohl Kingsley Coman (ein Tor) als auch Thiago (2 Torvorlagen) wussten zu überzeugen. Zuletzt hatte Kovac noch betont, seine Startelf nur verändern zu wollen, wenn Verletzungen ihn dazu zwingen.

    Ob Coman und Thiago gegen Hannover dennoch eine Chance von Beginn an bekommen?

  • Wie Hoeneß Gladbach vor der Pleite rettete

    Dieses späte Geständnis überrascht: Borussia Mönchengladbach stand im Sommer 1992 offenbar kurz vor der Pleite, wie der ehemalige Vizepräsident Hans-Peter Moll der Rheinischen Post verriet. 

    "Eine Krisensitzung folgte der anderen. Die UEFA hatte uns ein Verfahren angedroht, weil der Verein die zweite Ablöserate für die Spieler Dahlin und Nielsen nicht zahlen konnte", erinnert sich Moll.

    Zur Erinnerung: Martin Dahlin war im Herbst 1991 an den Niederrhein gewechselt, Peter Nielsen im Sommer 1992.

    "Es ging um 700.000 Mark, etwa 350.000 Euro", erklärt Moll und verrät: "Es gab Überlegungen, schnellstmöglich einen Insolvenzantrag für Borussia zu stellen." Der Ex-Funktionär wollte sich damit nach eigenen Angaben aber nicht abfinden. Kurz vorher hatten die Fohlen das DFB-Pokalfinale gegen den damaligen Zweitligisten Hannover 96 verloren.

    Gladbach profitiert von Effenberg-Wechsel

    Doch Moll hatte schließlich die rettende Idee. "Aus dem Transfer von Stefan Effenberg 1992 vom FC Bayern München zum AC Florenz stand uns noch etwas zu", erklärte er. Eine Vereinbarung, die zwei Jahre zuvor vereinbart worden war, als Effenberg aus Gladbach zum Rekordmeister wechselte.

    Das Geld sei eigentlich erst später fällig gewesen. "Doch dann wäre es für uns zu spät gewesen", erklärt Moll. Es ging um eine Summe von etwa 900.000 Mark.

    Also nahm er Kontakt zu Paul Breitner auf, seinen Geschäftspartner aus den 1980er Jahren. Dieser sollte den damaligen Bayern-Manager Uli Hoeneß bitten, das Geld vorzeitig auszuzahlen.

    Am nächsten Tag flog Moll dann nach München - und bekam von Hoeneß einen Scheck über die Summe. Damit war die Insolvenz der Fohlen abgewendet

  • Nächster Club-Tiefschlag - "Nichts in Bundesliga verloren"

    Neun Spiele ohne Sieg, nur drei eigene Treffer in den vergangenen fünf Bundesliga-Spielen. Der 1. FC Nürnberg befindet sich nach der 0:2-Niederlage zum Auftakt des 15. Spieltags gegen den VfL Wolfsburg weiter im freien Fall. (Der LIVETICKER zum Nachlesen)

    Der auffällige Torjäger und Ex-Nürnberger Ginczek (58.) und Brekalo (90.+3) erzielten die Treffer gegen den harmlosen Club, der am Wochenende auf einen Abstiegsplatz abrutschen könnte. "Das war die Kategorie Glücksspiel und Arbeitssieg", sagte Ginczek bei Eurosport. Der 27-Jährige war nun an sechs der letzten sieben VfL-Treffer beteiligt und sagte selbstbewusst: "Nach oben setzen wir uns keine Grenzen."

    Die Mannschaft hat nun zehn Punkte aus den letzten vier Partien gesammelt. Vorübergehend ist es nur noch ein Zähler bis zu Tabellenplatz sechs. (Tabelle der Bundesliga)

    Nürnberg seit neun Spielen sieglos

    Ganz anders Nürnberg: Seit nunmehr neun Spielen wartet das Team von Trainer Michael Köllner auf den dritten Saisonsieg und war gegen die Wölfe zwar engagiert, aber nicht torgefährlich genug. "In der ersten Halbzeit waren wir dominant, bis zum Gegentreffer haben wir kaum etwas zugelassen", sagte Nürnbergs Interimskapitän Georg Margreitter: "Im letzten Drittel waren wir zu ideenlos und mit zu wenig Zug zum Tor."

    Die Highlights der Partie in Bundesliga Pur am Sonntag ab 9.30 Uhr im TV und STREAM auf SPORT1

    Trainer Michael Köllner war nach dem Spiel darum bemüht, den erneuten Tiefschlag nicht zu hoch zu bewerten. "Wir haben richtig gut gespielt, aber im letzten Drittel die letzte Brutalität und Genauigkeit vermissen lassen. Das ist uns dann zum Verhängnis geworden. Wir sind immer noch im Rennen, es war uns vor der Saison klar, dass es hart wird. Natürlich tun solche Spiele weh, aber ich denke, dass wir heute vieles taktisch richtig gemacht haben und mit Herz aufgetreten sind", erklärte Köllner nach dem Spiel.

    "Bis auf den Pfostenschuss kurz vor dem 0:1 hatte Wolfsburg kaum Chancen und wir waren tonangebend", lobte Köllner trotz der Niederlage seine Mannschaft. 

    Härter mit dem Club ging Tim Leibold ins Gericht "Das war naiv", grantelte der Linksverteidiger nach der Niederlage. "So haben wir in der ersten Liga nichts verloren."

    Die physisch klar überlegenen Wolfsburger agierten in der Anfangsphase besonnen und hatten die reifere Spielanlage. Ginczek (4., 11.) hätte dies früh belohnen können, scheiterte allerdings an Club-Torwart Fabian Bredlow. Nürnberg wurde nur gefährlich, wenn der flinke, aber manchmal übereifrige Virgil Misidjan in die Angriffe eingebunden war. In der fünften Minute setzte Adam Zrelak jedoch ein Zuspiel Misidjans über das Tor.

    Köllner schaut nicht auf die Tabelle

    Köllner hatte auf den zaghaften Auftritt vom vergangenen Samstag beim FC Bayern (0:3) mit vier Änderungen reagiert. Weiterhin kompensieren mussten die Franken auch den Ausfall des weiterhin verletzten Kapitäns Hanno Behrens (Bauchmuskelzerrung) und den von Stammtorwart Christian Mathenia (Knieverletzung).

    Die Franken waren bemüht, etwas mehr Durchschlagskraft als zuletzt zu entwickeln, aber offensichtlich war auch, wie limitiert der Aufsteiger ist. Es wird, dafür war dieser Abend ein erneuter Beleg, ein sehr steiniger Weg zum angestrebten Klassenverbleib.

    Die Franken können nach diesem Spieltag erstmals in dieser Saison auf den Relegationsplatz abrutschen. Sogar die Rote Laterne ist möglich, wenn Düsseldorf und Hannover ihre Spiele gewinnen. Doch Köllner will nicht auf die Tabelle schauen. "Am Ende sind 34 Spiele zu spielen", erklärte Köllner bei Eurosport. Die Mannschaft hat Riesenqualität an Charakter und Mentalität. Das wird uns nicht umbringen."

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    Wolfsburg dagegen denkt in anderen Kategorien und hatte sich jüngst in den Duellen mit RB Leipzig (1:0), Eintracht Frankfurt (2:1) und der TSG Hoffenheim (2:2) auch ansprechend präsentiert.

    Nach dem vernünftigen Beginn bauten die Niedersachsen jedoch ab. Oft wurde nur quer oder nach hinten gespielt, es fehlten streckenweise Tempo und Zielstrebigkeit. Ondrej Petrak (40., 41.) hätte dies beinahe bestraft, aber einmal fehlte dem Nürnberger Entschlossenheit, dann etwas Schussglück.

    Die 29.604 Zuschauer im Max-Morlock-Stadion bekamen nach dem Wechsel ein bisschen mehr geboten. Erst hatte Misidjan (55.) eine verheißungsvolle Szene, danach traf Wölfe-Stürmer Wout Weghorst (57.) den Pfosten. Nur eine Minute später zielte Ginczek nach Zuspiel von Maximilian Arnold genauer. Der vermeintliche Ausgleich durch Adam Zrelak (86.) fand wegen Abseits zurecht keine Anerkennung

  • Darum kann der BVB schon langsam die Meistersause planen

    Dortmunds Herbstmeister-Rechnung zum Durchklicken:

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    Kommt es dieses Mal ähnlich? SPORT1 zeigt, warum man den Herbstitel nicht unterbewerten sollte.

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